Mitteilungsblatt Herbst 2002

Liebe Freunde,

Es gibt viele Sprüche, die alle eine Aussage haben. „Denk an Dich!“„Jeder ist sich selbst der Nächste!“ „Jeder denkt an sich, nur nicht ich, ich denk an mich!“„Was habe ich davon, was bringt mir das?“

Ganz anders dagegen der Spruch aus dem Galaterbrief, der die Christen begleiten soll: (Kap.6,2):

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gebot erfüllen, das Christus gegeben hat. 

Viele Gruppen der christlichen Suchtkrankenhilfe haben  diesen Vers als ihren  Leitspruch gewählt.

Kann denn heute noch die Suchtkrankenarbeit mit einem so alten Wort aus der heiligen Schrift  leben?

Muss sie sich mit den stetigen Veränderungen der Zeit nicht neu orientieren?

Leben die modernen Menschen von heute noch nach den Maßstäben früherer Zeiten? Muss man nicht  mit der  Zeit gehen?

Wir haben es in unser  Bewusstsein  programmiert: „Wir wollen unseren  Spaß!“

„Ich will Spaß, ich will Spaß, ich will Spaß!“

Leider ist die Melodie der neuen deutschen Welle inzwischen verstummt und zurück bleibt die konfuse Unsicherheit als Kontrastprogramm. Der elfte September vergangenen Jahres mit seinen  negativen Folgen, insbesondere mit den  Wirtschaftsdaten, hat uns  den Spaß  kräftig verdorben

Es hat mich die Frage in letzter Zeit immer wieder beschäftigt: Was ist eigentlich das Wesentliche unserer Arbeit und was wollen wir?

Was ist das Ziel unserer Suchtkrankenarbeit?   Das Blaue Kreuz- ehrenamtliche Suchtkrankenarbeit-  ist von der gesetzlichen  Struktur ein eingetragener Verein.

In einem Verein gibt es auch verschiedene Vorstellungen, die man gerne verwirklicht hätte. Die so verschiedenen pluralistischen Wurzeln ihrer Mitglieder mit diesen Vorstellungen  von Vereinsarbeit, würde jedoch eine solche  Gruppe leicht sprengen. Das Rezept heißt: Man nehme…! Was ist aber, wenn jeder nur noch nimmt? Dann kommen die gruppendynamischen Prozesse. Dass das oft so passiert, zeigen die Probleme in vielen Gruppen.

Eine Möglichkeit wäre dann  im so genannten „Egotripp“, sich selbst zu verwirklichen?

Geht dann manches noch einmal von vorne los, mit einem trockenen Rückfall in altes Verhalten hinein?

Die Frage lässt mich immer noch nicht los:  „Ist unsere Arbeit nicht mehr als eine Vereinigung  mit gleichen Interessen, die sich gezwungenermaßen wegen der Alkoholkrankheit  zusammengefunden haben, als eine Art Notgemeinschaft zur  Abwehr von Rückfällen?“

Aufgabe und Ziel  unserer Arbeit ist es, viele suchtkranke Menschen zu erreichen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ein zufriedenes, suchtfreies Leben führen zu können und durch Jesus Christus ein neues Leben zu beginnen durch Vergebung aus Schuld und Sünde.  Der Verein hat den Sinn und Zweck der Behandlungsmöglichkeit als Dienst am ganzheitlichen Menschen.

Für diese Aufgabe stehen gerne alle ein.

Das ist der Sinn unserer Arbeit und in diesem Fall ist der Weg nicht das Ziel.

Wir sind es den Menschen schuldig, auf Hilfe hinzuweisen für Leib und Seele.

Die Last des anderen tragen heißt  nun nicht nur, ihn zu ertragen, sondern ihm eine Last als seine Bürde abzunehmen, zu tragen. Das sprengt jedoch mein Ego- Weltbild und kostet Geduld. Der Verein “ Suchtkrankenarbeit“ ist Sinn und Zweck zugleich.

So wie eine Feuerwehr  tätig wird zur Schadensminimierung und Hilfe, so ist das Blaue Kreuz als Verein für die Befreiung aus der Sucht da. Die Gemeinschaft und Kameradschaft ist bei der Feuerwehr genau so wichtig, wie  bei uns, weil unser beider Ziel ist: Menschen zu retten!

(Hier bei uns geht es nicht um den „äußeren“ Brand, sondern um den „inneren“ Brand! >Jank! )

 

„Gerettet sein, gibt Rettersinn!“ haben die Blaukreuzler früher gesagt. Denkt: Ein suchtkranker Mensch wäre in Not, und keiner geht hin?

„Tragen“ heißt auch hingehen und Schlepperdienste für Christus zu leisten, in welcher Form auch immer.

Das gibt Zufriedenheit und Gemeinschaft im Tun.          hs  

  

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufstehen, losgehen -         Schritte wagen

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Das war das Thema unserer Familienfreizeit in Rathen/ Sächsische Schweiz. BildIch darf sagen, dass mir einmal mehr die Tage in wertvoller Erinnerung geblieben sind. Es geht mir in jeder Freizeit wieder neu auf, dass es Tage der Zurüstung für den Alltag sind, und ich zehre immer noch davon. Wie schlicht und einfach ist doch Gottes gutes Wort an   uns zu verstehen, wenn wir nur recht zuhören und ein echtes  „Danke“ sagen dürfen für den, der es uns so nahe gebracht, mit Gottes gutem Geist zurüstet.

Dazu kommt aber auch die Gemeinschaft miteinander und manches gute Gespräch.

Und nicht zu vergessen die tolle Aufnahme der  Schwester und ihre Fürsorge für uns.Und das alles an diesem von Gott geschaffenen wunderschönen Fleckchen Erde.

Unser freue Herr möge weiter seinen Segen schenken für alle Arbeit, die geschieht.

(Bericht von Gisela Bockermann ) 

 

 

Freizeit 2002

Sommerfreizeit in Rathen

Juni/Juli  2002

Meine erste Sommerfreizeit mit dem Blauen Kreuz. Alle Familienmitglieder waren herzlich dazu eingeladen. Obwohl ich zunächst nicht an der Freizeit teilnehmen wollte, freute ich mich am Tag der Abfahrt auf das Ereignis.
Ein Bus sammelte alle Gruppen ein. Bis auf den letzten Platz besetzt, fuhren wir in Richtung Süden. Die Stimmung war gut, die Kinder sangen, und ich war gespannt auf das Kommende. Wir fuhren auch durch das Gebiet der ehemaligen DDR und es gab so einiges Neu erbaute zu sehen: Autobahnen, Flugplatz und Neue Messe Leipzig. Wir fuhren durch Dresden. Nie werde ich die leer stehenden, halb zer- fallenen Häuserzeilen vergessen. Und auf der anderen Seite standen Autohäuser sowie Einkaufzentren neu erbaut. Der Gegensatz war so stark, dass er mir in bleibender Erinnerung ist. Wir verließen Dresden und fuhren auf schmalen verwinkelten, steil ansteigenden und wieder abfallenden Wegen. Ich kam mir vor wie auf einem Abenteuertripp. Doch plötzlich standen wir wie im Licht. Vor uns öffnete sich ein Tal. Wir sahen die Elbe und an den Hängen des Elbsandsteingebirges einige schöne Häuser.
Wir wohnten im Diakonissenheim Felsengrund. Das Heim, das an einem abschüssigen Hang liegt besteht aus mehreren Gebäuden verschiedenen Alters. Der Blick auf die Elbe ist malerisch. Ein Nachteil für einige aus unserer Gruppe war der Bahnhof. Die Züge fuhren ganz nah an dem Heim vorbei und verursachten Schlafprobleme. Die Schwestern des Heimes sorgten sehr gut für uns, obwohl mir die  Schwesternuniform,  zunächst angst machte. Nach der Begrüßung hatte ich den Eindruck in einer reglementierten Unterkunft verweilen zu müssen. Allerdings war dies ein Trugschluss. Wir verbrachten unsere Tage in einer wirklich angenehmen Atmosphäre. Morgens sahen sich einige Frühaufsteher schon zu einem kleinen Plausch oder Spaziergang zur Elbe. Es war wirklich schön am Morgen die Stille, den Fluss und die Schönheit der Natur auf sich wirken zu lassen. Nach dem Frühstück, das mit den Kindern richtig lebhaft war, trafen wir uns zur Stärkung unserer Seele und unserer Persönlichkeit zur großen Runde im Gemeindesaal, der Sonntags auch für die Kirchengemeinde des Ortes genutzt wird. Das Thema der Freizeit "Bewegung, ...".  In kleinen Runden, die stetig wechselten, sprachen wir über die angeregten Themen. Ich hatte das Gefühl, das diese Art von Gruppenarbeit viel intensiver und wirkungs- voller als im Alltagsleben ist.
Es war auch immer ein gutes Stück Arbeit. Und so konnten wir uns dann auf
das Mittag-essen freuen. Nach dem Essen, das wie immer von den Diakonissen vorbereitet wurde, verabredeten sich diese oder jene aus unserer Gemeinschaft, aber auch Unternehmungen allein oder zu zweit war möglich,

zur Nachmittagsfreizeit. So mancher konnte allein oder zu zweit war möglich,  vom Elbsandsteingebirge nicht genug bekommen und war davon hin- und hergerissen. Wir erklommen Berge und Steine, kein Weg war uns zu weit. Wir besuchten die Felsenbühne. Ich schaute mir Ronja Räubertochter an und fand die Vorstellung gut. Man konnte genau so gut eine Schiffsfahrt unternehmen, mit dem Zug nach Dresden oder Meißen fahren. Das Schöne war, das keiner allein sein musste. Es gab immer eine Gruppe, der man sich anschließen konnte.
Die Zeit war ausreichend um die Eindrücke vom Vormittag zu verarbeiten
und es war die allerbeste Gelegenheit sich durch Gespräche besser kennen zu lernen.
Gegen 18.00 Uhr gab es Abendbrot. Und da keiner hungrig in's Bett wollte, traf man sich dort pünktlich wieder. Die Eindrücke des Nachmittags wurden ausgetauscht und einige verabredeten sich schon wieder für den Abend zu einer kleinen Runde. Ein Spaziergang, nebenbei einen wunderschönen Eisbecher essen,

auf der Klangterasse sitzen und auf die Elbe sehen, sich zu Brettspielen treffen. Abends tranken viele noch eine Tasse Tee oder Kaffee in einer aufgeschlossenen Runde. Bis in die Nacht hinein saßen einige und redeten oder fingen Glühwürmchen, auch von Brettspiel konnten sich einige nicht trennen.
Die Kinder hatten, so war es mein Eindruck auch Freude an dieser Freizeit. Sie wurden vormittags betreut und bereiteten für den letzten Abend eine Aufführung aus dem Leben Jesu vor. Mit ganz wenig Mitteln überzeugten sie total. Es war super. Sie brachten überhaupt Leben und Freude in die Freizeit. Es gab welche, die krank wurden, aber ich hoffe, dass der Rest, den sie miterleben konnten, schön war.

Die Gruppe unternahm eine Fahrt nach Tchechien, an der ich nicht beteiligt war. An diesem Tag unternahm ich eine Fahrt nach Dresden. Ich buchte eine Stadtrundfahrt mit dem Schiff und war, auch weil ich einen guten Platz hatte und das Wetter schön war, begeistert. Der Schiffsführer wies uns auf die Hochtwasserstandsmarke der Flut hin, die es vor Jahren gab. Wenige Wochen später wurde diese Höchstwasserstandsmarke überboten, ein sehr trauriger Rekord und er macht mich immer noch betroffen.
Zum Zeitpunkt unserer Freizeit lag dies alles in weiter Ferne. Wir genossen die schönen Tage, die geprägt waren von Freude, Nachdenklichkeit, Dazulernen, sich Öffnen, Vertrauen schenken und in Anspruch nehmen, einfach die Augen auf machen und das Schöne sehen, ehrlich zu sich sein.
Wir nahmen Abschied und bedanken uns noch einmal bei den Diakonissen, die uns umsorgt haben. Unser Bus holte uns pünktlich wieder ab und brachte uns wohlbehalten nach Hause.
Jetzt sollte es so sein, das jeder für sich, zu mindestens einen Teil dieser Tage in sein Alltagsleben überträgt und mitklingen lässt, so gut es jeder kann.

 

Bericht von

Veronika 

 
 

 
 

Es ist unsere Aufgabe, die Heilsbotschaft von Christus zu bezeugen als die bedeutendste Aktion, die je unsere Erde betroffen hat. Wenn ein Arzt weiß, dass in seiner Gegend eine todbringende Epidemie um sich gegriffen hat und er über das einzige Medikament verfügt, das die weitere Ausbreitung stoppen kann, ist es seine Pflicht, eben dieses Medikament unter die Leute zu bringen. Dabei mag es noch viele andere „guten Dinge“ geben, die er in dieser Gegend tun und mit denen er manch einem helfen könnte. Doch wenn sich in seiner Gegend die todbringende Epidemie ausgebreitet hat, dann werden alle anderen Dinge zur Nebensache. Das andere braucht nicht verkehrt zu sein, aber dafür kann er seine Zeit und Kraft in dieser Situation nicht aufwenden.

Die Gemeinde Jesu ist mit dem Arzt vergleichbar. Ihr werden eine Menge zweitrangiger Dinge aufgebürdet, die nicht verkehrt sein müssen. Aber sie binden ihre Kraft und lenken ihre Aufmerksamkeit von dem wichtigsten Dienst ab, den nur die Gemeinde der Welt tun kann, nämlich die Heilsbotschaft zu bezeugen als eine lebendige Erfahrung.(Larry Schristenson)

 

Helga: 

Wertvoll leben!

Ich weiß, dass meine Genesung da begonnen hat, wo ich meinen Kampf gegen den  Alkohol endgültig aufgegeben habe, wo ich einsehen musste, dass der Alkohol stärker ist als ich.

Ich hatte keine Kraft mehr zu kämpfen- aber ich habe Menschen in der Blaukreuzarbeit gefunden, die mich durch meine persönliche Krise begleitet haben.

Auch meine Familie hat einen großen Teil dazu beigetragen. Mein Mann lebte ab dieser Zeit mit mir abstinent. Es wurden wieder glückliche Jahre mit der Familie. In diesen Jahren durfte ich auch erfahren, dass Gott mir etwas bedeutete. Genauer gesagt: Die Begegnung mit Gott hat mich innerlich verändert. Ich möchte dazu sagen: Unser Leben wurde wieder wertvoll.

Nach glücklichen Jahren folgte dann für mich ein neuer Leidensweg: Mein Mann erkrankte an Krebs und starb daran.

Mein Schmerz und meine Verlassenheit waren so groß, dass ich oft unfähig war, an Gott zu glauben und zu beten.

Wieder fand ich liebe Menschen, die mit mir redeten. Hilfe von außen war für mich absolut notwendig, wie damals im Blauen Kreuz, denn ich hatte ja erfahren, dass Heilung Menschen erfordert.

In dieser Zeit habe ich empfunden, dass ich ein Gedanke Gottes war, denn ich bekam wieder Kraft zum Gebet. Ich hatte wieder Vertrauen zu Gott und war darüber sehr erleichtert.

Jetzt bekam ich auch wieder Kraft, mein Leben neu anzufangen, meinen Beruf wieder auszuüben, wieder auf Menschen zuzugehen und allmählich schaffte ich es, damit zu leben.

Jetzt muss ich mein Tagebuch zur Hand nehmen und hineinschauen, denn mein Leben veränderte sich wieder einmal. Mein Tagebucheintrag: „habe heute am Telefon mit einem lieben Menschen gesprochen- treffen uns morgen.“

Für mich fing wieder eine neue Zeit an- eine Zeit der Zweisamkeit. Viele Gespräche, oft bis in die tiefe Nacht hinein, haben mich anfangs begleitet.

Meine tiefe Dankbarkeit gehört Gott, dass er Diedrich und mich zusammengeführt hat. Heute schätze ich mich sehr glücklich und sage, daß0 wir auch wieder mit unseren Familien ein wertvolles Leben führen. –Danke!

 

Diedrich Ich möchte das Wort "wertvoll" einmal umdrehen, dann heißt es
nämlich "vollwert’ig“  oder "voll Wert" Um abschätzen zu können, dass z.B.
eine Ware vollen Wert hat oder dass es etwas vollwertiges ist, muss ich
Vergleichsmöglichkeiten haben.
So wie wir eben gehört haben, hat Helga gespürt, dass es auch noch etwas
anderes geben musste, als sich wertlos, ja auch wehrlos zu fühlen. Und doch
wurde ihre Leben wieder wertvoll-wertvoll zum Leben.
An dieser  Stelle möchte ich von mir selbst berichten:
Der erste Tag in meinem Tagebuch aus meinem Trennungsjahr '95 endet mit dem
Satz: " Ich fühle nur Traurigkeit und Leere. "
Ich war "alle". Dreißig Jahre Ehe- und nun das! Wie sollte ich da jemals
wieder rauskommen?
Meine ganze Persönlichkeit war auf dem Tiefpunkt angelangt.
’Vierzehn Tage später bin

ich abends nur noch müde.’ so steht es im
Tagebuch, doch dann, einige Tage später finde ich folgendes: " Durch viele
Einzelgespräche habe ich Zuspruch erfahren- das tut mir gut. Ich kann
wieder durchatmen- und morgen beginnt wieder ein neuer Tag. -- Für mich
persönlich gibt es noch viel aufzuarbeiten, ich habe mehrere Sitzungen bei
einem Psychotherapeuten, auch die Gespräche haben mir gut getan -und ich lese das Buch Hiob."
Nach einem halben Jahr , im Februar 1996 endet mein 'Tagebuch so: "Ich glaube zu spüren, dass auch bei einer Trennung von Frau und dem Besitz des Hauses sich ein Leben lohnt und noch einmal neu anzufangen, weil ich merke, es ist ein unausweichlicher Weg, den ich jetzt gehen muss und ich weiß inzwischen auch, dass ich ihn nicht ohne Jesus gehen werde. Er gibt mir Kraft und Zuversicht. Die Begegnungsgruppe wächst im geistlichen Bereich. Ich erlebe Gottes Segen in der BK- Arbeit. -Danke!“
Meine Seele wurde wieder frei. Ich konnte mich frei machen von Weisungen
und Meinungen anderer, an die ich mich oft nur angehängt hatte und ich
konnte mich entwickeln.
"Was mich angeht, das verändert mich" heißt ein kleines Büchlein von Pastor
E.P. Weldin aus Nordhorn. Er hat das, was mit mir jetzt passierte so beschrieben:
"Aufbauen heißt immer, von unten  anfangen" und "Der Aufbau meiner
Persönlichkeit beginnt mit dem Abbau meiner schlechten Gewohnheiten."

Mein Trennungsjahr war ein Übungsjahr an  Persönlichkeitsarbeit, Enthaltsamkeit, an Trauerarbeit, Aufbauarbeit, Glaubenserfahrungen.
Mit dem Telefongespräch, das Helga erwähnte und das sie in ihrem Tagebuch
festgehalten hat, begann dann auch durch unser Zusammenleben ein ganz
neues, wertvolles Leben.
 

Helga: 

Not Schmerz und Leiden sind für unser Leben wie ein Gewicht. Sie
sollen uns aber nicht runterziehen, sondern uns fähig machen, unser Leben
wieder neu anzugehen und mit Jesus unterwegs zu sein, denn oft haben Wellen
der Not unsere Seele beunruhigt. Es gibt viele Stürme und Wellen von außen.
Vielleicht sind auch die Wellen von außen nach innen gedrungen und erfüllen
das Leben mit Zweifel und Angst. Diese Wellen versuchen dann, die Seele mit
aller Gewalt in die Tiefe zu reißen. Ein Schiff auf dem Wasser kann den
Sturm überstehen, aber wenn das Wasser ins Schiff gelangt, dann wird es
höchst gefährlich. Jetzt kann nur eines helfen:
Den Herrn Jesus Christus anrufen  und ihm den Schaden zeigen.
Deshalb sollten wir unsere Gedanken nicht alleine behalten, sondern unser
Herz vor Gott ausschütten, so wird unser Herz getröstet und unsere Gedanken
wieder geordnet, dann kann unser Leben wieder wertvoll werden, so wie
Renate Diel es in dem Buch: "Zeig mir ein Stück Himmel" ausgedrückt hat:
"Manchmal habe ich  keine Freude mehr.

Manchmal habe ich keine Liebe mehr.

Manchmal habe ich keine Hoffnung mehr.

Immer  dann, wenn ich mich aufmache und in die falsche Richtung gehe, mich im Wald der Sorgen verirr-

dann, Herr, nimmst du mich bei der Hand,

ziehst mich aus der Dunkelheit,

zeigst mir ein Stück Himmel.

Manchmal musst du mich umdrehen, dann füllst du mich neu mit Freude, Glaube, Liebe, Hoffnung. "

 

Baltrum 2001

 
 

 

  

Marianne

 

Marianne Thoma 

         

 

In                                                                             Memoriam

 

 

Wir trauern um Marianne, die als ehrenamtliche Mitarbeiterin  viele Jahre in unserem Verein tätig war. Als Angehörige hatte sie die große Gabe, geduldig nun auch anderen zuzuhören und zu verstehen.  Als fröhlicher Christ gab sie stets gerne das Zeugnis von der vergebenden Kraft ihres persönlichen Heilandes Jesu Christi weiter. .Sie lebte und ging heim in der Hoffnung der Auferstehung. Sie fehlt uns.  

Werner

 

Werner Baller               

                     

 

In                                                                                Memoriam

 

 

Wir trauern um Werner. Er war seit weit über zehn Jahre Mitglied  und zuletzt viele Jahre im Vorstand, u. a als Kassenwart, bei uns im Blauen Kreuz tätig. Nachdem er im persönlichen Glauben an Christus frei wurde, dauerte es nicht lange, dass er auch „trocken“ vom Suchtmittel Alkohol  wurde. Wir haben seine direkte und zupackende, helfende Art geschätzt. Sein Glaube war zum Motor geworden, anderen zu helfen. Er darf schauen, was er geglaubt hat.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

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